Mit einer Filmvorführung bringt die Naturwissenschaftliche Fakultät Forschung in den Dialog
Forschung zwischen Erkenntnis und Verantwortung
Gemeinsam mit dem Green Office initiierte die Naturwissenschaftliche Fakultät eine Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde, die Forschung als aktiven Teil gesellschaftlicher Auseinandersetzung mit der Klimakrise sichtbar macht. Am 10. Mai wurde im Apollokino in Hannover der Film „Das Gewicht der Welt – Naturwissenschaften in Zeiten des Klimawandels“ gezeigt.
Der Film, der am 7. Mai 2026 Weltpremiere feierte, richtet den Blick auf die Rolle von Forschenden in der Klimakrise. Im Zentrum steht die Frage, welches Gewicht wissenschaftliches Wissen trägt – und welche Verantwortung daraus erwächst. Die im Film auftretenden Forschenden verbindet ihre Arbeit an drängenden Fragen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit. Ihre Perspektiven zeigen: Forschung bleibt nicht folgenlos. Sie schafft Erkenntnisse, die Orientierung geben – und Handlungsdruck erzeugen.
In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten Maria Hörhold und Sebastian Seiffert mit dem Publikum unter Moderation von Marie Weinhart. Deutlich wurde, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht im Labor enden. Sie betreffen konkrete Lebensrealitäten – etwa dann, wenn Klimaveränderungen ganze Landschaften prägen. Zugleich sehen viele Forschende ihre Aufgabe darin, Wissen weiterzugeben und einzuordnen, als Grundlage für informierte Entscheidungen in Gesellschaft und Politik. Die Diskussion zeigte auch unterschiedliche Formen wissenschaftlichen Engagements – von der Vermittlung in der Lehre bis zu gesellschaftlichem Aktivismus.
Dialog als Teil akademischer Bildung
Die Veranstaltung ist Teil eines erweiterten Bildungsverständnisses. Forschende treten in den Dialog mit interessierten Personen. Fragen aus dem Publikum griffen aktuelle wissenschaftliche Themen auf und zielten zugleich auf konkrete Handlungsoptionen. Auch dieses Veranstaltungsformat zeigte, dass wissenschaftliche Erkenntnis ihre Wirkung erst im Austausch entfaltet.
Diese Verbindung von Forschung und gesellschaftlichem Diskurs ist an der Fakultät strukturell verankert. Im neuen interdisziplinären Nachhaltigkeitsmodul bearbeiten Studierende Themen wie Bodengesundheit, mikrobielle Recyclingstrategien oder naturbasierte Lösungen für urbane Biodiversität. Das Modul reagiert auf den Wunsch der Studierenden, dieses Thema in ihrem Studium zu stärken, und wird kontinuierlich ausgebaut. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als integralen Bestandteil naturwissenschaftlicher Ausbildung zu etablieren.
- offen für alle Interessierten: Nachhaltigkeitsforschung an der Naturwissenschaftlichen Fakultät
- Kino am Raschplatz: Spielzeiten und Trailer
- Details zum Dokumentarfilm Das Gewicht der Welt