Forschung
Forschungsprojekte

Forschungsprojekte

»Laufende Projekte«

  • Nachwuchsgruppe PlanSmart: Planung und Umsetzung naturbasierter Lösungen
    Flusseinzugsgebiete zeigen häufig erhebliche wasserbezogene Herausforderungen wie Überflutungen, Dürre und Wasserqualitätsdefizite. Von natürlichen Prozessen inspirierte, sogenannte naturbasierte Lösungen können helfen, ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen auf nachhaltige Weise zu bewältigen. Die im Rahmen des SÖF-Programms geförderte Nachwuchsgruppe PlanSmart untersucht innovative Ansätze zur Planung und Umsetzung naturbasierter Lösungen und kooperiert dazu in einem Demonstrationsvorhaben eng mit Akteuren im Einzugsgebiet der Lahn. Unter der Leitung von Christian Albert und Barbara Schröter wird PlanSmart Einsatzmöglichkeiten zum Einsatz von transdisziplinären Planungsmethoden und -technologien erproben, ökologische, soziale und ökonomische Effekte von naturbasierten Lösungen evaluieren, innovative Governance-Ansätze entwickeln und den Prozess der gemeinsamen Wissensentwicklung analysieren. PlanSmart ist angesiedelt am Institut für Umweltplanung und dem Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung – ZALF.
    Leitung: Jun. Prof. Dr. Christian Albert, Dr. Barbara Schröter
    Team: M.Sc. Sarah Gottwald, M.Sc. Paulina Guerrero, M.A. Jennifer Henze, Beate Meis, Mario Brillinger, Claire Nicola
    Jahr: 2016
    Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderpriorität Sozial-ökologische Forschung
    Laufzeit: 2016-2021
  • Verbundprojekt: „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“
    In den drei Modellstädten Dessau-Roßlau, Frankfurt a.M. und Hannover werden anhand beispielhafter Entwicklungs- und Kommunikationsmaßnahmen neue Prinzipien für einen wildnisorientierten Umgang mit bisher konventionell gepflegten, städtischen Grünflächen entwickelt. Ziel des Verbundprojektes ist die Mehrung, Inwertsetzung und Vermittlung wildnisorientierter Flächen mit ihren ökosystemaren Funktionen. Es werden neue extensive Formen der städtischen Grünflächenpflege mit geringem oder keinem Pflegeaufwand erprobt und evaluiert. So sollen biologisch vielfältige und ästhetische ansprechende Lebensräume und Landschaftsstrukturen geschaffen werden, die mit ihren multifunktionalen Ökosystemleistungen (z.B. Naturerleben, Biodiversität, Lokalklima) zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen und die Lebensqualität in den Städten erhöhen. Um die Akzeptanz der Maßnahmen vor Ort zu gewährleisten und die Einstellung gegenüber „Stadtwildnis-Gebieten“ zu verbessern, wird ein Fokus auf die Einbindung der Bevölkerung vor Ort durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsmaßnahmen gelegt.
    Leitung: Prof. Dr. Michael Reich, Dr. Stefan Rüter
    Team: M.Sc. Christoffer Lange-Kabitz, M.Sc. Dominique Breier (ab 1.4.2017), Dipl.-Ing. Frauke Lehrke (bis 31.12.2016)
    Jahr: 2016
    Förderung: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bundesprogramm Biologische Vielfalt
    Laufzeit: Juni 2016 - Mai 2021
  • Kompensationsflächenmanagement im Klimawandel – Anpassungsmaßnahmen im Bremer Feuchtgrünland zum Erhalt von Ökosystemleistungen und Empfehlungen für die Eingriffsregelung. Klimabedingte Anforderungen und Ökologische Effzienzforschung
    Im Zuge des projizierten Klimawandels sind insbesondere Arten und Biotope der Feuchtlebensräume von einer Verschlechterung ihres Erhaltungszustands bedroht. Welche Konsequenzen dies für die Biodiversität in Gebieten mit bedeutsamen Vorkommen von Wiesenvögeln, Amphibien und Biotoptypen des Feuchtgrünlands haben kann, soll mittels Feldstudien am Beispiel des Bremer Feuchtgrünlandrings untersucht werden. Daneben sollen Feldstudien klären, inwieweit es mit ausgleichenden Maßnahmen gelingen kann, den Erhaltungszustand von Arten und Biotopen trotz des Klimawandels zu sichern. Klimawandelbedingte Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung von Biodiversität und weiteren Ökosystemleistungen auf Kompensationsflächen stellen auch für die naturschutzrechtliche Eingriffs-Ausgleichsregelung eine Herausforderung dar. Ausgehend von den Erkenntnissen der Feldforschung soll daher abgeschätzt werden, inwiefern das Instrument der Eingriffsregelung, u. a. durch die Integration des Ökosystemleistungsansatzes, methodisch weiter entwickelt werden kann, um zukünftig klimawandelbedingte Anforderungen besser berücksichtigen zu können. Darauf aufbauend sollen neue, langfristige Finanzierungskonzepte entwickelt werden, welche eine den Klimawandelfolgen angepasste Pflege der Flächen ermöglichen.
    Leitung: Prof. Dr. Christina von Haaren, Prof. Dr. Michael Reich
    Team: M.Sc. Hannah Marie Burmester (bis 31.8.2017), Dipl.-Ing. Christina Weiß, M.Sc. Tim Wenzel (ab 15.8.2017)
    Jahr: 2016
    Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderung im Rahmen des F&UNBS-Verbund (Forschung zur Umsetzung der Nationalen BiodiversitätsStrategie)
    Laufzeit: April 2016 - März 2022
  • Satellitengestützte Beobachtung großräumiger klimabedingter Massenvariationen
    Wie viele hundert Gigatonnen Eis verschwinden jedes Jahr in den Pol- und Gletschergebieten unserer Erde? Wo und um wie viel verändert sich der großräumige Wasserkreislauf auf den Kontinenten? Welches sind die Folgen für den Masseneintrag in die Ozeane und den Meeresspiegelanstieg? In dem Projekt werden geodätische Messzeitreihen der Zwillingssatelliten der Missionen GRACE und GRACE Follow-On verwendet, um monatliche Modelle der kontinuierlichen Änderungen des Erdschwerefeldes zu bestimmen. Auf dieser Grundlage werden großräumige regionale Massenbilanzen, die in erster Linie großräumige Veränderungen im Wasserkreislauf wiedergeben, abgeleitet und untersucht. Das Institut ist seit 2021 ein Analysis Center im internationalen Combination Service for Time-Variable Gravity Fields (COST-G). Die Ergebnisse gehören zu den "Essential Climate Variables" und tragen letztlich auch zu den Zahlen der Assessment Reports des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) bei.
    Leitung: Pro. Dr.Jakob Flury
    Team: Igor Koch, Mathias Duwe
    Jahr: 2017
    Förderung: Landesmittel, International Space Science Institut
    Laufzeit: 2017 - 2022
  • Global Change im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung – Unterrichtsmodelle und Bildungsangebote für (angehende) Lehrkräfte zur Bewusstseinsbildung sowie gesellschaftlichen und räumlichen Transformation
    Im Rahmen der niedersächsischen Länderinitiative steht eine Vernetzung von Akteuren aller drei Phasen der Lehrkräftebildung im Vordergrund. Ziel dabei ist, Materialien und (Fortbildungs-)Angebote für eine Bewusstseinsbildung zur gesellschaftlichen und räumlichen Transformation im Kontext des Global Change zu schaffen.
    Leitung: Prof. Dr. Christiane Meyer, Dr. Andreas Eberth
    Team: Stephanie Mittrach
    Jahr: 2018
    Förderung: Gefördert von Engagement Global gGmbH mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
    Laufzeit: 2018-2021
  • Contracts 2.0 – Co-design of novel contract models for innovative agri-environmental-climate measures and for valorisation of environmental public goods
    Leitung: Prof. Dr. Christina von Haaren, PD Dr. Sylvia Herrmann, Koordination: Prof. Dr. Bettina Matzdorf, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)
    Team: Dipl.-Umweltwiss. M.Sc. Birte Bredemeier
    Jahr: 2019
    Förderung: Europäische Union, Horizon 2020
    Laufzeit: Mai 2019 – April 2023
  • „Wandel statt Wachstum“ – Die Sustainable Development Goals und Postwachstumsökonomien aus der Perspektive Jugendlicher im Kontext einer gesellschaftlichen Transformation
    Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden die Perspektiven von Jugendlichen auf die Sustainable Development Goals und Postwachstumsökonomien mittels eines standardisierten online-Fragebogens sowie mittels Fokusgruppendiskussionen erhoben. Im Rahmen von Besuchen mit Jugendlichen bei sog. Pionier*innen des Wandels wird im Sinne forschenden Lernens möglichst partizipativ gearbeitet.
    Leitung: Prof. Dr. Christiane Meyer
    Team: Dr. Andreas Eberth, Lydia Heilen
    Jahr: 2019
    Förderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)
    Laufzeit: 2019–2022
  • Integrating RENewable energy and Ecosystem Services in environmental and energy policies (IRENES)
    Die Klimaschutzpolitik und die Entwicklung erneuerbarer Energien (EE) stehen vor der Herausforderung, die Vielschichtigkeit der Wechselwirkungen zwischen ökologischen, physikalischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren aufzugreifen. Bisher führen Verallgemeinerungen und Wissenslücken dazu, dass potenzielle Synergien zwischen EE und ÖSL im Rahmen der Governance und der Politik nicht wahrgenommen werden. Das Projekt IRENES wird einen interregionalen Wissens- und Erfahrungsaustausch einleiten, um diese Lücken sowie weitere Hemmnisse innerhalb der derzeitigen EFRE- und energiepolitischen Instrumente zu identifizieren und zu schließen.
    Leitung: Prof. Dr. Christina von Haaren, PD Dr. Sylvia Herrmann
    Team: Dr. Julia Wiehe
    Jahr: 2020
    Förderung: Europäische Union, INTERREG europe
    Laufzeit: August 2019 - Juli 2022
  • Gute Küste Niedersachsen
    Was ist eine „gute Küste“, an der wir sicher vor Naturgefahren, im Einklang mit der Natur, eingebettet in die gewachsene Kulturlandschaft, verantwortungsbewusst und nachhaltig leben und wirtschaften können? Dieser Fragestellung geht der Forschungsverbund aus drei Niedersächsischen Universitäten an der Niedersächsischen Küste zwischen Ems und Weser nach. Im Fokus des Forschungsvorhabens steht der ökosystemstärkende Küstenschutz. Im Spannungsfeld zwischen stetig wachsenden küstennahen Siedlungszentren sowie der von Wind und Wetter geformten Küste, verlaufen Küstenschutzbauwerke. An der Schnittstelle zwischen Land und Meer erheben sich Seedeiche, um tiefliegende Gebiete mit ihren Schutzgütern vor möglichen Sturmfluten zu schützen. Wie sich maritime Landschaftsformen, wie Salzwiesen oder Stranddünen, in gängige Schutzkonzepte integrieren lassen und welchen funktionellen zusätzlichen Schutz durch Wellendämpfung oder selbständige Adaption sie bieten, wird in dem Projekt "Gute Küste Niedersachsen" untersucht. Dazu werden Reallabore an der Nordsee aufgebaut und über Jahre Daten erhoben, um das Deichvorland mit seinen Halophyten zu beobachten. In einem weiteren Schritt werden die Felddaten genutzt, um die Naturräume im Labor abzubilden und an Modellen verschiedene Systemzustände zu testen, um anschließend Handlungsempfehlungen für den Küstenschutz formulieren zu können.
    Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Torsten Schlurmann; Prof. Dr. Christina von Haaren
    Team: Dr. Daniela Kempa, Dr. Kremena Burkhard
    Jahr: 2020
    Förderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)
    Laufzeit: 01/2020 - 12/2024
  • Verantwortung, Vernetzung, Vertrauen – Zukunftsdiskurse zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 und ihrer Nachhaltigkeitsziele mit Partizipation von „Agents for Future“
    Im Herbst/Winter 2020/2021 finden vier Podiumsdiskussionen statt, in denen die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) diskutiert wird. Die Zukunftsdiskurse fokussieren dabei zentrale „Agents for Future“ im Kontext einer gesellschaftlichen Transformation: 1. Kommunen hinsichtlich politischer Maßnahmen und Änderungen („Communities for Future“), 2. Bildung als Schlüssel für einen kulturellen Wandel („Education for Future“), 3. ein lebensdienliches, am Gemeinwohl orientiertes Wirtschaftsparadigma („Economics for Future“) sowie 4. nachhaltigkeitsbewusste Konsumierende („Consumers for Future“).
    Leitung: Prof. Dr. Christiane Meyer
    Team: Lydia Heilen, Randy Haubner, Stephanie Mittrach, Dr. Andreas Eberth
    Jahr: 2020
    Förderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)
    Laufzeit: Mai 2020–Juli 2021
  • Insekten beleben Moore
    Hochmoore sind von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt und den Klimaschutz. Werden diese Flächen entwässert und abgebaut, bleiben große, homogene und weitgehend vegetationsfreie Flächen zurück. Im Projekt „Insekten beleben Moore“ sollen auf solchen Flächen die Lebensbedingungen für Insekten wiederhergestellt und dauerhaft verbessert werden.
    Leitung: Prof. Dr. Michael Reich
    Team: Amanda Grobe, Lotta Zoch
    Jahr: 2020
    Förderung: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
    Laufzeit: Juli 2020 – Juni 2026
    © Lotta Zoch

»Abgeschlossene Projekte«

  • EltStore: Einfluss der technischen Planung für Nichtwohngebäude auf die Nutzung von volatilem Strom aus regenerativer Erzeugung unter Verwendung elektrochemischer Speichersysteme (FKZ 03ET1500A)
    Ziel des Forschungsprojektes ist die Ermittlung von optimalen Speichergrößen und -verhalten für Wärme- und Elektrospeicher in Nichtwohngebäuden. Dazu sollen verschiedene, nach hohem Standard entwickelte Nichtwohngebäude betrachtet und deren Lastprofile angelegt werden. Dies erfolgt nach Durchführung eingehender Analysen auf Basis einer umfassenden Datenlage aus sämtlichen Planunterlagen und Verbrauchsdaten – so können beispielsweise Daten über die Energieversorgungsstrukturen zur Erstellung der Lastprofile nach einzelnen Verbraucher- und Anlagengruppen verwendet werden.
    Leitung: Prof. Dr.-Ing. Dirk Bohne
    Team: Dipl.-Ing. Elena Paul | Hamidreza Heidar Esfehani, M.Sc. | Jakob Schäuble, M.Eng.
    Jahr: 2017
    Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / Projektträger Jülich
    Laufzeit: 08/2017 - 07/2020
  • Naturverträgliche Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien 2050 (EE100)
    Ziel des Forschungsprojekts ist es, auf heutige politische Handlungsoptionen ausgerichtet die wesentlichen Stellschrauben für eine zukünftige naturverträgliche Energieversorgung aus 100 % erneuerbare Energien zu identifizieren und entsprechende Zukunftspfade aufzuzeigen. Die Zukunftsfähigkeit regenerativer Energien soll in diesem Vorhaben vorrangig am Maßstab der Naturverträglichkeit gemessen werden. Dazu sind eine intensive Auseinandersetzung mit Zukunftstechnologien im Energiesektor sowie das Herausarbeiten von Optimierungsbedarf und -potenzial aus Naturschutzsicht, sowohl in technischer als auch in räumlicher Hinsicht, erforderlich.
    Leitung: Prof. Dr. Christina von Haaren, Prof. Dr. Michael Rode, Dr. Julia Wiehe
    Team: M.Sc. Anna Walter, Dr. Julia Wiehe
    Jahr: 2017
    Förderung: Bundesamt für Naturschutz BfN
    Laufzeit: Dezember 2015 - Juni 2017
  • LAZIKN2030: Zielkonflikte für Nachhaltigkeit bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Kommune unter Partizipation von Schüler*innen sowie Bürger*innen erkennen, analysieren und Lösungsansätze entwickeln (TP 3)
    Der Kommunen- und Forschungsverbund von LAZiKN2030 (LösungsAnsätze Zielkonflikte für Nachhaltigkeit) hat sich zum Ziel gesetzt, in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung von Schulen und damit Jugendlichen sowie den Lehrkräften, der Öffentlichkeit sowie Expert*innen themen-, raum-, zeit- und hierarchiebezogen Lösungsansätze zur Bewältigung der Zielkonflikte auf kommunaler Ebene zu entwickeln. Die Lösungsansätze wurden in einer Toolbox nachvollziehbar und durch entsprechende Produkte zur Nutzung durch Kommunen und Beratungsorganisationen aufbereitet. Die Ergebnisse und Bildungsmaterialien stehen online zur Verfügung: www.nachhaltigkeit-toolbox.de
    Leitung: Prof. Dr. Christiane Meyer
    Team: Dipl.-Geogr. Randy Haubner
    Jahr: 2017
    Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Laufzeit: Juni 2017 – August 2020
  • Nachhaltigkeitsbewertung und -bewusstsein entlang der „textilen Kette“ am Beispiel ausgewählter Unternehmen – Ein didaktisches Modell zur Vermittlung von „Transformative Literacy“ im Rahmen schulischer Bildungsprozesse und Lehrerbildungsangebote
    Die Wertschöpfungskette von Kleidung ist im Geographieunterricht ein sehr gut geeigneter exemplari­scher Kontext zur Veranschaulichung von Globalisierungsprozessen sowie damit einhergehender Proble­me, der sich insbesondere für die Entwicklung von ethischer Urteilskompetenz sowie Gestaltungskompe­tenz im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) anbietet. Chancen, aber auch Gefahren globali­sierter Produktionsprozesse für Menschen sowie Umweltbelastungen werden im Bereich der Tex­til­produktion be­son­ders deutlich. Kleidung hat einen direkten Bezug zu den Interessen und der Lebens­welt von Jugend­lichen im Prozess der Persönlichkeitsbildung und Werteorientierung. Daher ist ein zen­trales Ziel dieses Vorhabens, über innovative Unterrichtsangebote Kenntnisse zur textilen Kette zu­gäng­lich zu machen und die Reflexion von Werten im Rahmen einer holistischen Werte-Bildung anzuregen, um damit eine differenzierte Sicht auf wirt­schaftliche Prozesse zu ermöglichen und Schritte zu einem veränderten Konsumverhalten anzustoßen.
    Leitung: Prof. Dr. Christiane Meyer
    Team: Christine Höbermann
    Jahr: 2017
    Förderung: Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
    Laufzeit: Mai 2017-April 2020
  • Konkretisierung von Ansatzpunkten einer naturverträglichen Ausgestaltung der Energiewende, mit Blick auf strategische Stellschrauben (EE100-konkret)
    Die Energiewende ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Sie darf jedoch nicht auf Kosten anderer Nachhaltigkeitsziele gehen. Ein Umbau des Energieversorgungssystems muss natur- und landschaftsverträglich unter Berücksichtigung der menschlichen Ansprüche gestaltet werden. Das Projekt „Naturverträgliche Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien 2050 (EE100)“ hat gezeigt, dass die heute etablierten Erzeugungspfade und Instrumente den Herausforderungen einer solchen mensch- und naturverträglichen Energieversorgung noch nicht genügen.
    Leitung: Prof. Dr. Christina von Haaren, Dr. Julia Wiehe
    Team: Dipl.-Geogr. Julia Thiele (ab November 2018), M.Sc. Anna Walter (bis Oktober 2018), Dipl.-Forstwirt Malte Weller, Dr. Julia Wiehe
    Jahr: 2020
    Förderung: Bundesamt für Naturschutz (BfN)
    Laufzeit: Dezember 2017 - Juli 2020
  • Integration von Solarenergie in die niedersächsische Energielandschaft (INSIDE)
    Im Verbundprojekt INSIDE sollen die Grundlagen für einen erfolgreichen konsensualen weiteren Ausbau der PV-Erzeugung interdisziplinär untersucht werden. Dabei werden technische Möglichkeiten zur Minimierung des Flächenverbrauchs von Solaranlagen und multifunktionale Nutzungskonzepte genauso untersucht wie Ansätze zur Erhöhung der Akzeptanz und eine verbesserte ästhetische Integration von Solaranlagen in die niedersächsische Landschaft. Die vom PV-Ausbau besonders betroffenen niedersächsischen Stakeholder (-gruppen) sollen identifiziert und in das Projekt eingebunden werden.
    Leitung: Prof. Dr. Christina von Haaren, Dr. Julia Wiehe
    Team: M.Sc. Ole Badelt
    Jahr: 2020
    Förderung: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
    Laufzeit: Oktober 2018 - Juli 2020

[nicht kategorisiert]

  • Innovations for sustainable agricultural resource utilization and climate adaption in dry steps of Kazakhstan and southwest Siberia (ReKKS)
    In den trockenen Steppenregionen Kasachstans und Südwestsibiriens erfordern die durch Bodendegradation, Klimawandel und Landnutzungsänderungen bedingten Probleme Innovationen für eine nachhaltige Nutzung der landwirtschaftlichen Ressourcen. ReKKS zielt darauf ab, in enger Kooperation mit lokalen Partnern in Wissenschaft und Verwaltung sowie zusammen mit Ackerbaubetrieben innovative, nachhaltige und klimagerechte landwirtschaftliche Konzepte und Verfahren hinsichtlich Bodenerosionsminderung, der Verbesserung des Wasser-, Nährstoff- und Kohlenstoffhaushalts sowie - auf degradierten Böden - der Steppenrekultivierung zu entwickeln und in Anwendung zu bringen.
    Leitung: Prof. Dr. Guggenberger, Dr. Jannis Florian Carstens
    Team: Dr. Olga Shibistova, Markus Koch
    Jahr: 2018
    Förderung: BMBF, Programm: Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen (CLIENT II)
    Laufzeit: 2018-2021
  • Process-based & Resilience-Oriented management of DIversity Generates sustainable Yields (PRODIGY) – a transnational project in the MAP-region (Brazil, Peru, Bolivia)
    It is widely accepted that biodiversity has to be conserved and thus became a Global Sustainable Development Goal (No. 15). Surprisingly little is known about the processes which are driven by biodiversity, the kinetics of these processes, their scale-dependency, systemic feedbacks as well as potential and already crossed tipping points.
    Leitung: Dr. Jens Boy, Prof. Dr. Guggenberger
    Team: Dr. Alberto Andrino de la Fuente
    Jahr: 2019
    Förderung: BMBF, Programm: Kipppunkte, Dynamik und Wechselwirkungen von sozialen und ökologischen Systemen (BioTip)
    Laufzeit: 2019-2023