Campus
Integrierter Klimaschutz

Integrierter Klimaschutz auf dem Campus

Klimaschutzkonzept und -maßnahmen der Leibniz Universität Hannover

Der Klimawandel ist durch die massiven Treibhausgasemissionen der vergangenen Jahrzehnte schon jetzt spürbar. Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen in 2015 haben sich die Staaten weltweit darauf geeinigt, Maßnahmen zu ergreifen, um einen Anstieg der globalen Temperatur auf unter 2 Grad, besser 1,5 Grad zu begrenzen. Das bedeutet, dass die Planungen zur Klimaneutralität weiter verstärkt und alle Kräfte gebündelt werden müssen. Die nächste Dekade wird entscheidend sein, ob dieses Ziel erreicht wird. Die Leibniz Universität Hannover wird daher eine Vorbildfunktion einnehmen und neben Lehre bzw. Forschung auch im laufenden Betrieb aktive Klimaschutzmaßnahmen auf dem Campus durchführen. 


KLIMASCHUTZ AN DER LEIBNIZ UNIVERSITÄT

Klimaschutz auf dem Campus der Leibniz Universität Hannover (LUH) ist ein komplexer und umfangreicher Prozess. Ein Schwerpunkt dabei ist der Gebäudesektor. Mit etwa 170 Gebäuden im Norden der Landeshauptstadt und der Umgebung ist die Ausgangslage sehr heterogen: von Denkmal geschützten Jahrhunderte alten historischen Gebäuden über Bauten aus der 60er und 70ern bis hin zu neu errichteten Forschungsbauten ist eine große Bandbreite vertreten. Neben der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien ist auch eine möglichst klimaschonende Mobilität oder die Reduzierung Rohstoffen Bestandteil eines Klimaschutzkonzepts.

Um eine Grundlage zu schaffen, wurde im März 2015 die Erarbeitung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) vom Präsidium der Leibniz Universität Hannover beschlossen. Das Projekt wurde im Jahr 2016 durchgeführt und umfasste die Erarbeitung einer Energie- und CO2-Bilanz, Entwicklung von Szenarien, ein Konzept zur Verstetigung, Kommunikation, Erfolgskontrolle sowie einen Maßnahmenkatalog. Begleitet wurde das Projekt von Mitgliedern aus den Fakultäten, der Forschung und des Baumanagements der Universität. Die Erarbeitung des Konzepts wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finanziell unterstützt. 

Seit der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts im Jahr 2016 wurde eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt und institutionalisiert. Mit den Demonstrationen der FridaysForFuture Schülerbewegung haben Studierende der Leibniz Universität dem Präsidium im Juli 2019 einen Forderungskatalog überreicht. Dabei forderten sie, die Bemühungen zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf dem Campus zu intensivieren. Ende des Jahres 2019 wurden das IKSK aktualisiert und vom Senat eine Arbeitsgemeinschaft (AG) für Nachhaltigkeit und Klimaschutz eingesetzt. Ziel der AG ist es, Aktivitäten und Maßnahmen zu empfehlen, um eine schnellere Umsetzung der Klimaneutralität des Campus zu erreichen. Mit der Einrichtung eines Green Office im Jahr 2021  werden die Aktivitäten weiter verstärkt.